SPD: Ganztagsschule Modell der Zukunft

SPD: Ganztagsschule Modell der Zukunft
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22.11.10

SPD-Kreistagsfraktion sieht sich in Schulentwicklung bestätigt – Klinikerweiterung diskutiert

 

Traunstein (sts). Gerade im Hinblick auf die aktuelle Schulentwicklung im Landkreis sieht sich die SPD-Fraktion in ihrem Ansatz bestärkt, Ganztagesschulen zu fördern und den aus ihrer Sicht „verfrühten Entscheidungszwang für eine Schulauswahl“ in ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium der Schüler zu verlagern.

Die „positiven Erfahrungen mit den Ganztagesklassen inklusive der Mittagsbetreuung haben gezeigt, dass die SPD von Anfang an auf dem richtigen Weg war“, erläuterte Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser kürzlich in einer fraktionsoffenen Sitzung der Kreistagsfraktion. Wie Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke bestätigte, sei auch die dortige offene Ganztagsbetreuung ein großer Erfolg. Auch diese Entwicklung in der Schullandschaft wurde von der SPD bereits seit längerem prognostiziert. Mit der Schaffung der Mittelschule, welche es dem Schüler erlaube, seine Entscheidung die Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss zu einem späteren Zeitpunkt zu treffen, sei im Ansatz die Forderung der SPD teilweise berücksichtigt, die verfrühte oft unausgereifte und mehr dem Elternwillen zuzuordnende Vorentscheidung zur Schulform etwas nach hinten zu verlagern. Dennoch, so Jantke, hätte man konsequenterweise die Schüler bis zur sechsten Klasse, ähnlich einer Gesamtschule, im Gesamtverbund unterrichten sollen und erst danach die Richtungsfestlegung den Schüler überlassen sollen. Positiv sei, dass nun die Hauptschulen keine „Restklassen“ mehr seien, so Fridolfings Bürgermeister Johann Schild. Auch Fraktionsvorsitzende Waltraud Wiesholer-Niederlöhner betonte, dass die Hauptschulen „besser als ihr Ruf seien“. Ein Verdienst, der jedoch den lokalen Kommunen und vor allem dem überdurchschnittlichen Engagement des Lehrpersonals zuzuschreiben sei. Zudem, so Kreisvorstand Dirk Reichenau, habe der Freistaat seine Investitionen klar in Richtung der weiterführenden Schulen gelenkt und so den Stellenwert der Hauptschulen auch auf diesem Wege gesenkt. Nur schade, so die Fraktionssprecherin und Sepp Konhäuser unisono, dass dem auch von der SPD prognostizierten Schülertourismus durch die großen Schulverbände nicht besser Einhalt geboten werde. „Man hätte gleich auf die Gesamtschule setzen müssen“, forderte die Fraktionsvorsitzende. Nun habe man über den Umweg der Mittelschule, die aus Sicht von Traunreuts Zweiten Bürgermeister Ernst Ziegler „auch nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht“ habe, nur ansatzweise eine Aufwertung erreicht.

Im Gespräch mit Klinikenvorstand Stefan Nowack erörterte die Kreistagsfraktion den Sachstand zur Planung des neuen Parkhauses am Traunsteiner Klinikum. Wie Stefan Nowack erläuterte, plane man, auf dem „Bohn-Gelände“ entlang der Wolkersdorfer Straße (liegt unmittelbar gegenüber dem Klinikum) ein Parkdeck mit 850 Stellplätzen zu errichten – bisher seien nur etwa 550 Parkplätze vorhanden. Hintergrund sei zum einen, dass das bestehende Parkhaus am Klinikum aufgrund der fortgesetzten Klinikerweiterung (derzeit 1700 Mitarbeiter und 500 Patienten) mittlerweile zu klein geworden sei. Zum anderen biete es sich an, die Fläche des alten Parkhauses für den dringend nötigen Erweiterungsbau zu verwenden. Dort könnte ein Ergänzungsbau mit ca. 85 Betten für das immer größer werdende Krankenhaus untergebracht werden. Dirk Reichenau griff in diesem Zusammenhang die bereits seit langem von der SPD favorisierte Idee, einen Bahnhofs oder Haltepunkt am Krankenhaus zu errichten, wieder auf. Mitarbeiter, Patienten und Besucher könnten so bequem auf kurzem Wege ins Klinikum gelangen. Geplant sei aktuell ein Übergang zwischen dem neuen Erweiterungsbau und dem Klinikbestand, welche durch die Eisenbahnlinie getrennt wären.


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