Mütterzentrum eine unverzichtbare Einrichtung für den Landkreis Traunstein
SPD-Kreistagsfraktion informierte sich über Arbeit des Mütterzentrums – Neues Projekt „Baby-MüZE“
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Traunstein. Einer Einladung zum Informationsgespräch bei der SPD-Kreistagsfraktion in Traunstein kamen die Leiterin des Mütterzentrum (MÜZ) Anja Preuster und Bernadette Sonnenhuber gerne nach und berichteten über die Arbeit des Mütterzentrum ebenso wie über die Probleme im finanziellen Bereich.
Sie erleben immer wieder, dass sehr viel Energie bei der Mittelbeschaffung und einem immer höheren Verwaltungsaufwand verloren gehe, so die beiden Vertreterinnen. Dies sei besonders bei nur ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen schade, da diese Energie inhaltlich sicher mehr bewirken würde. Der schon vor zwei Jahren begonnene Zuwachs bei Besucherzahlen, Mitgliedern und damit auch Umsatz im Treff setze sich fort. Im Bereich der Vereinsmitglieder wurde ein Zuwachs im Jahr 2005 in Höhe von knapp 30 Prozent erreicht.Â
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Die finanzielle Situation des Zentrums sei trotz der großzügigen Unterstützung von Landkreis und Stadt Traunstein weiter angespannt. Der Verein müsse gut 30 Prozent Eigenmittel aufbringen, zu einem großen Teil aus Spenden. Die Angebote im Bereich der Kinderbetreuung wie Spielgruppe und Kurzzeitbetreuung (etwa zum Einkaufen) werden von den Familien begeistert angenommen. Die Mutter-Kindgruppen des gesamten Landkreises besuchen das Mütterzentrum jetzt seit eineinhalb Jahren so regelmäßig, dass dafür eine zusätzliche Vormittagsöffnungszeit eingerichtet wurde.
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Auch im Bereich Krisenwohnung und Beratung ist die Nachfrage nach Hilfe und Unterstützung weiter gestiegen, so die Leiterinnen. Das Mütterzentrum stelle für die Krisenwohnung eine 24-Stunden-Rufbereitschaft unter der Rufnummer (0861) 15858 seit nunmehr 15 Jahren bereit. Die Fraktionsvorsitzende Traudl Wiesholer-Niederlöhner erklärte gerade im Bereich der Krisenwohnung wäre ohne das Mütterzentrum eine Rund-um-die-Uhr-Hilfe auch an Sonn- und Feiertagen unmöglich. Sie erklärte weiter, dass es nur mit ehrenamtlichen Engagement möglich sei, Frauen und Kindern in schwierigen Situationen eine sofortige Hilfe anzubieten. Aber auch die Betreuung der in der Krisenwohnung aufgenommen Frauen erfolge ehrenamtlich durch die Mütterzentrumsfrauen.
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Die Kreisrätinnen Gabriele Ahne und Elisabeth Holzner sprachen großes Lob und Anerkennung der Leiterin und allen Mitarbeiterinnen aus, die diese Aufgabe übernommen haben. Hervor gehoben wurde auch die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Mitarbeitern im Landratsamt. Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser erkundigte sich nach der Verweildauer der Bewohner, die sich nach Auskunft von Anja Preuste von einem Tag bis zu einigen Wochen erstrecke. Auch die Nachbetreuung nach dem Auszug aus der Krisenwohnung sei durch das Mütterzentrum gesichert.
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Kreisrat Michael Mayer und Bürgermeister Hans Schild interessierten sich nach der Kooperation mit anderen Einrichtungen und dem Landratsamt. Schon seit vielen Jahren arbeite das Mütterzentrum sowohl mit dem Jugendamt als auch mit allen anderen Beratungsstellen im Landkreis eng und vernetzt zusammen. Die Kooperation finde sowohl fallbezogen als auch rein praktisch statt. Die Kreisräte konnten sich überzeugen, dass das ausgegebene Geld sinnvoll sowohl im präventiven Bereich als auch im Bereich von Hilfestellungen effektiv eingesetzt werde. Dies bestätigte auch Fraktionsvorsitzende Traudl Wiesholer-Niederlöhner, die das Mütterzentrum seit der ersten Stunde begleitet.
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Die Leiterin Anja Preuster verwies zum Schluss noch auf das neue Projekt „Baby-MüZE“, das sich momentan im Aufbau befinde und das vom Sozialministerium unterstützt werde. In Zusammenarbeit mit Hebammen sei es entstanden und solle Familien und Alleinerziehende am Beginn des Eltern-Seins erreichen. Das Projekt soll planmäßig zum 20-jährigen Jubiläum heuer im Mütterzentrum starten.
