Integration und Ausbildungsinitiativen vorantreiben
SPD-Kreistagsfraktion beantragt Fortsetzung des Traunreuter Integrationsprojektes von Tobias Schedlbauer
Â
Traunstein. Integration ausländischer Mitbürger als auch die Förderung von Ausbildungsinitiativen sind aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion zentrale aktuelle Themen, die auch in der Kreistagspolitik einen hohen Stellenwert haben. Aus diesem Grund beantragte die Fraktion, die Weiterführung der Arbeit des Sozialarbeiters Tobias Schedlbauer im Traunreuter Integrationsprojekt.
Über zwei Jahre lang hat der Soziologe zusammen mit der Zuwanderberaterin der Stadt Traunreut Galina Kopp das Kompetenzzentrum für Integration in Traunreut bisher sehr erfolgreich betrieben. Ziel des Kompetenzzentrum ist es, Migranten und Zuwanderer in die Arbeitswelt, in das gesellschaftliche Miteinander sowie in das kulturelle Leben in der Region zu integrieren. Traunreut wurde als traditioneller Zuwandererstandort hierfür als zentrale Stadt gewählt. Mittels Sprachkursen, Begegnungsveranstaltungen, Aufklärungsmaßnahmen, sozialer und kultureller Betreuung und Beratung wurden dabei in erster Linie Brücken und Netze zu Mitmenschen und Institutionen aufgebaut. Das gesamte Projekt wurde bis dato aus Fördermitteln des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finanziert. Gabi Ahne und Traunreuts Zweiter Bürgermeister Ernst Ziegler sprachen von einer äußerst wirkungsvollen Einrichtung, die bereits deutlich Früchte trage und sprachen sich ausdrücklich für eine Fortführung dieser vor allem für Traunreut wichtigen Arbeit aus. Auch die Umfragen und Analysen zum Ende der Projektlaufzeit bestätigten eindrucksvoll die Wirksamkeit und den nachhaltigen Erfolg des Projektes. Aus diesem Grund beantragte federführend der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser die Fortführung des Projektes. Die Gelder hierzu sollten zunächst wieder bei Bund und dem Land Bayern beantragt werden. Bei Bedarf solle zudem der Kreis einen Zuschuss gewähren, so die einhellige Meinung innerhalb der Fraktion. Auch Fraktionsvorsitzende Waltraud Wiesholer-Niederlöhner sprach sich für ein Weiterführung der Arbeit Tobias Schedlbauers aus, da dieser vor allem durch praktisches Engagement sehr viel innerhalb der Integrationsbemühungen erreichte und bewegte.
Â
Neben diesem Engagement sprach sich die SPD im Kreistag zudem für die Unterstützung von Ausbildungsinitiativen aus. Traunsteins Oberbürgermeister Fritz Stahl rief vor kurzem eine Initiative der Kommunen ins Leben, in der kleineren Kommunen vorgeschlagen werde, bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen zusammenzuarbeiten. Die beiden Bürgermeister Rudolf Schenkl und Johann Schild sicherten zu, jährlich Schulabgänger auszubilden. Raimund Schupfner kritisierte, dass deutsche Unternehmen immer weniger bereit seien, auszubilden. Bei den demnächst stattfindenden Besuchen von SPD-Bundespolitikern im Landkreis werde diese Thematik nochmals zur Sprache kommen. Zur Entwicklung auf dem bayerischen Bildungssektor merkte Kreisrat Martin Ober an, dass mit Einführung des neuen Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetzes vor allem die Kindergärten auf dem Land zu Leidtragenden wurden. Während mancherorts in den Städten eine Stärkung der Kindergärten erzielt wurde, seien nun Landkindergärten mit weniger Buchungszeiten, höheren Kosten und damit langfristig mit einer schwierigeren Personalsituation konfrontiert. sts
