Indizien für einen Kometeneinschlag verdichten sich
Chiemgau Impact Research Team erläutert aktuelle Erkenntnisse der SPD-Kreistagsfraktion – Riesenchance für den Kreis-Tourismus
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Traunstein. Der Chiemgau ist nicht nur als Urlaubsregion interessant, sondern auch reich an Attraktionen. Um eine weitere ganz besondere bereits vor Jahrhunderten stattgefundene und für die Zukunft womöglich auch sehr wichtige wird er nun reicher werden. Die Indizien für den Einschlag eines großen Kometen, bzw. porösen Meteoriten in etwa um 500 vor Christus mitten im Herzen des Chiemgaus verdichten sich. Vertreter der Forschungsgruppe CIRT (Chiemgau Impact Research Team) stellten kürzlich verblüffend überzeugende Neuigkeiten der jüngsten Chiemgauer Kometenforschung der SPD-Kreistagsfraktion vor.
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Was lange Zeit von Amtsvertretern auf Landesebene mit großer Skepsis betrachtet und beobachtet wurde, entwickelt sich zu einer Sensation mit einem der größten Streufelder der Welt. Eine kleine Hobby-Forschergruppe aus dem Chiemgau entdeckte wohl einen der weltweit massivsten Kometeneinschläge. Werner Mayer hatte mit einer kleinen Gruppe von Hobbyarchäologen bereits im Jahr 2000 nahe kraterähnlichen Geologieformationen seltene Metallverbindungen entdeckt. Die Fundstellen ergaben in einer Übersichtskarte das Bild einer Ellipse. Nachdem sich diese Funde flächig nahezu exakt mit Analysen von Bienenhonig (die von Chemieunternehmen der Region zur Ermittlung der Schadstoffbelastung in Auftrag gegeben wurden) deckten und die Metallverbindungen kaum oder gar nicht mit irdischen Verbindungen vergleichbar waren, kontaktierten die Hobbyforscher Fachkräfte aus dem Bereich der Geologie (Spezialgebiet: Impakte), Mineralogie und Astronomie. Bald schon war klar, dass die Anzeichen wie Struktur der Krater – welche einfach nicht weg zu diskutierende geologische Phänomene aufwiesen, sowie unter anderem so genannte PDF’s (Planare Deformationsstrukturen) – welche in der Impakt-Forschung als eindeutiges Merkmal für ein solches Ereignis gelten, Ihre These eines eines extraterrestrischen Ereignisses belegte, so Mayer. Den Fachleuten fielen sofort Ähnlichkeiten zu den Meteoriteneinschlägen in Namibia und Sibirien auf. Nachdem die kleine Forschungsgruppe ihre Grabungsarbeiten intensivierte, wurden immer mehr Indizien für einen Kometeneinschlag um etwa 500 vor Christus gefunden. „Die Ereignisse überschlugen sich förmlich“, erinnerte sich Mayer. Erst seltene Metalle, dann verglaste Steine, später unter unglaublich hoher Hitze und Druck deformierte Steine, immer mehr Beweismaterial kam zu Tage. Neben dem seltenen Xifengit wurden auch „fliegende Kügelchen“, welche von der Universität Antwerpen als „gespenstisches Material“ bezeichnet wurde, aus dem Erdreich im Einschlagsgebiet extrahiert. Von der ZDF-Sendung „Terra-X“ wurden die Funde, spektakulär in Szene gesetzt („Wunderschwerter aus Kometenstahl“) und dadurch zum Leidwesen der Forscher teilweise in Misskredit gebracht.
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Zum Zentrum der Forschungsaktivitäten wurde plötzlich die Gegend um den Tüttensee, nachdem sich der Verdacht erhärtete, dass es sich bei dem Badesee um den größten Teileinschlag aus dem Streufeld des Kometen handelte. „Nahe Grabenstätt haben wir in 1,20 Meter tiefe eine Graphitschicht entdeckt und das in einer Gegend, in der sonst kein natürliches Vorkommen von solchen Mengen Graphit bekannt ist“, erläuterte Mayer. Einschläge und Auswirkungen werden inzwischen sogar in den Tropfsteinhöhlen des Chiemgaus und den angrenzenden Bergen erforscht, etwa an der Hochplatte oder aber auch in der Tropfsteinhöhle am Sonntagshorn, in der die Stalagmiten durch ungewöhnliche Druckeinflüsse von außen regelrecht am Sockel abgerissen wurden. Spektakulär waren jedoch die jüngsten topaktuellen Entdeckungen. Schilfreste, Hirsch- oder Rehknochen und Haarbüschel von bemerkenswert erhaltener Qualität in unmittelbarer Nähe des Tüttensees lassen auf eine abrupte Hitze- und Druckeinwirkung unter Sauerstoffabschluss (eventuell durch eine Art „Kometen-Tsunami“ vom Chiemsee) schließen. Bedingungen, die exakt auf einen Meteoriteneinschlag passen würden. Generell seien mittlerweile fünf von insgesamt sieben Kriterien für den Beweis eines tatsächlich stattgefundenen Einschlags erbracht, wobei ein Kriterium bereits ausreichend wäre, um die Glaubhaftigkeit sicherzustellen. Diese sei anfangs vor allem vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege angezweifelt worden, wussten die Hobbyforscher zu berichten. Doch nun scheint durch die Forschungsergebnisse, welche das Forscherteam bisher erbracht hat und welche nicht mehr so einfach zu ignorieren sind – vor allem gilt dem Ereignis inzwischen weltweites wissenschaftliches Interesse – selbst bei einem Treffen mit dem Wissenschaftsminister Dr. Th. Goppel im Maximilianeum widersprachen die Anwesenden nicht mehr den Ergebnissen der Forschung des CIRT. Im Rahmen dieses Treffens wurde auch das Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege wieder hergestellt. Vor allem die frühe Einbeziehung der Fachkräfte Professor Dr. Dr. habil. Ernstson von der Universität Würzburg (Spezialgebiet Impakt-Forschung) und Dr. Michael Rappenglück vom Institut für Interdisziplinäre Forschung Gilching verliehen der Arbeit des CIRT von Anfang an fundierten wissenschaftlichen Charakter.
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Besonders erwähnten die Vertreter des CIRT Werner Mayer und Hans-Peter Matheisl das Engagement des stellvertretenden Landrats Sepp Konhäuser, der bereits bei den ersten Entdeckungen das Forscherteam auch in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützte und für die Akzeptanz der Forschung warb. Konhäuser war es auch, der wichtige Aspekte in bezug auf eine Verwertung der möglichen „Jahrhundert-Entdeckung“ für den regionalen Tourismus ins Spiel brachte. Andere weltweit einzigartige Meteoriteneinschlagsregionen würden mittlerweile nicht nur von Forschergruppen besucht, sondern ziehen jedes Jahr hunderttausende von Interessenten an, wie die Krater in Amerika beweisen. Fraktionssprecherin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner würdigte ebenfalls die Arbeit der Hobbyforscher, die ihres Erachtens der Heimatforschung einen „unschätzbaren Dienst“ erwiesen haben. Wie sie wünschte die gesamte Fraktion den Forschern um Werner Mayer eine baldige allseitig umfassende Anerkennung der Ergebnisse ihrer Arbeit. sts
