SPD: Energetische Sanierungsmaßnahmen an kreiseigenen Gebäuden haben Priorität
Kreistagsfraktion fokussiert sich auf Energiepass – Neues Müllkonzept in Angriff nehmen
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Traunstein (sts). Nicht zu letzt aufgrund der massiv gestiegenen Ölpreise und der hitzigen Diskussion um den Klimawandel ist das Thema Energiesparen in aller Munde. Damit es nicht bei „leeren Worten“ bleibe, möchte die SPD-Fraktion im Kreistag Taten folgen lassen – und zwar gleich vor beziehungsweise hinter der eigenen Türe: mit einem umfassenden Konzept zur energetischen Sanierung der kreiseigenen Gebäude.
Neben den vielfältigen Aufgaben der kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft entwickle sich gerade im Hinblick auf die Energiediskussion ein ganz neuer Schwerpunkt, der einer konsequenten Betreuung bedarf, so Fraktionssprecherin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner. Die SPD stehe voll hinter dem Energiepass und daher sollten Maßnahmen zur konsequenten Senkung von Energiekosten hohe Priorität haben. Der Kreis betreibe neben Schulen, Altenheimen, Turnhallen und Krankenhäusern auch soziale Wohnungsbauten, die teilweise der dringenden Sanierung bedürften. Das Ökomodell Achental habe hier Vorbildcharakter. Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke erläuterte kurz die verschiedenen geplanten Maßnahmen (darunter Fernwärmeheizungen und Biomassekraftwerke), die letzten Endes in einer autarken Energieversorgung dieser Region bis zum Jahr 2020 münden sollen. Auch wenn ein ähnliches Ziel für den Landkreis Traunstein angestrebt sei, so wolle man sich auf die „nächstliegenden Hausaufgaben“ konzentrieren, so Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler und Traunsteins Oberbürgermeister a. D. Fritz Stahl. Angedacht seien zunächst Förderprogramme zur energetischen Sanierung, wobei eine Doppelförderung vermieden werden müsse. Ein fundiertes Konzept solle die Details festlegen.
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Ebenfalls schon „längst fällig“ wäre ein „vernünftiges Abfallkonzept“ für den Landkreis zu entwickeln, so Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser. Die SPD hatte dies ja schon mehrfach gefordert, betonte Fraktionssprecherin Wiesholer-Niederlöhner. Gerade die Entwicklung in der Altpapierentsorgung mit Einführung der Blauen Tonne habe gezeigt, dass eine Vorplanung jetzt schon Sinn mache. „Jetzt haben wir vier Dienstleister im Landkreis, welche die Tonnen abholen“, ergänzte Konhäuser. Rudi Jantke mahnte einen steten „landkreisgrenznahen Mülltourismus“ an. Die Zeit sei reif für ein umfassendes Konzept. Spätestens im Jahr 2010 muss ohnehin eine Entscheidung getroffen sein, denn dann läuft der Vertrag mit dem DSD aus. Ein langfristiges Abfallkonzept zeitnah auf den Weg zu bringen, sah die SPD-Fraktion daher als eine der drängendsten anstehenden Aufgaben in der Kreispolitik.
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Ferner ist wie bisher auch für die SPD-Kreistagsfraktion die Kinder-Jugend- und Familienpolitik im Landkreis ein großes Anliegen. Die Fraktion wird ihre Familienpolitik im Kreistag wie in den vergangenen Jahren konsequent weiter verfolgen, mit klar auf Prävention gesetzten Schwerpunkt. „Die Kunst wird es sein“, so die Fraktionsvorsitzende Traudl Wiesholer-Niederlöhner, das „Wesentliche im Auge zu behalten und das Machbare bezahlbar“ zu machen. „Wir sind im Landkreis auf einem sehr guten Weg“, sagte Elisabeth Holzner, Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Zu den landkreiseigenen Krankenhäusern meinte die Fraktionsvorsitzende: „Von der SPD-Fraktion werde es jede erdenkliche Unterstützung geben, die Häuser in ‚Kommunaler Trägerschaft’ zu halten und den Standard weiter aus zubauen.“ Aber auch das Thema Tourismus wird in der künftigen Fraktionsarbeit von großer Wichtigkeit sein. Der Tourismus ist im Landkreis ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit unzähligen Arbeitsplätzen, die es zu erhalten gelte, so Sepp Konhäuser. Die SPD-Kreistagsfraktion hat in den vergangenen Jahren sehr zielstrebig und intensiv Themen aufgegriffen und weiter verfolgt zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis.
