SPD steht hinter Teilneubau des Traunreuter Gymnasiums

SPD steht hinter Teilneubau des Traunreuter Gymnasiums
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30.11.99

Kreistagsfraktion analysierte mit Hermann Gschirr vom Hochbauamt Umbauszenarien

 

Traunstein (sts). Mit einer Grundsanierung und einem Teilneubau soll das mittlerweile fast 40 Jahre alte Johannes-Heidenhain-Gymnasium in Traunreut erneuert werden. Die SPD im Kreistag hat deshalb zusammen Hermann Gschirr vom Landratsamt die aktuellen Pläne zum Umbau analysiert und kam zum Schluss, dass eine Sanierung mit Teilneubau die optimalste Lösung sei.


Was einst als 4,5 Millionen-Umbaumaßnahme geplant war, bewegt sich mittlerweile im zweistelligen Millionenbereich. Um Kosten zu sparen, wurde zunächst mit einer Teilsanierung kalkuliert. Doch wie so oft bei Altbautensanierungen steckte auch hier der „Teufel“, sprich Aufwand im Detail. Je mehr die Analyse der Sanierungsmaßnahmen voranschritt, um so höher stiegen die geplanten Kosten. Mittlerweile sei man zu der Überzeugung gelangt, dass ein Teilneubau mit Sanierungsmaßnahmen im Altbautrakt die günstigste Lösung sei, so Hermann Gschirr. Einen kompletten Neubau, der die 20-Millionen-Euro-Grenze überschreiten würde, wollte man dennoch nicht ins Auge fassen. In dem jetzigen Kostenvolumen zwischen 12 und 14 Millionen Euro seien noch Abstriche möglich, so Hermann Gschirr und sprach dabei unter anderem die Bodenbeläge an. Die erst vor fünf Jahren erneuerten Fenster seien aber wohl nochmals auszuwechseln, da aufgrund von Wärmedämmmaßnahmen die Laibungen samt den Kästen für den Sonnenschutz angepasst werden müssten. Von Grund auf saniert werden müsse das Dach, das seinerzeit nahezu ohne Berücksichtigung energetischer Sparmaßnahmen errichtet wurde. Mit dem jetzigen Konzept sei ein Teilneubau geplant. Die Bücherei soll komplett nach außen verlagert werden. Dafür erhalte der Neubau eine wesentlich attraktivere Aula. Fraktionssprecherin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner sprach sich dafür aus, die IZBB-Gelder (Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“)  der Bundesregierung für die erst vor wenigen Jahren eingerichtete Mittagsbetreuung in den Neubau „zu retten“, was ihr Hermann Gschirr zusicherte. Ihr wäre auch recht gewesen, die kürzlich ersetzten Fenster, wiederverwenden zu können. Traunsteins Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl empfahl, auch die Folgekosten der verbleibenden Varianten für Teilneubau und Sanierung auf weitere 30 Jahre hochzurechnen – dies berge oft „interessante Überraschungen“. Sowohl Fridolfings Bürgermeister Hans Schild als auch Traunreuts Zweiter Bürgermeister Ernst Ziegler sahen im Teilneubau die „langfristig einzig sinnvolle Lösung“. Sanierungen verursachen oft relativ hohe Kosten und „halten meist nur mittelfristig“, bis wieder gehandelt werden müsse. „Lieber jetzt etwas mehr in eine solide Zukunft investieren“, mahnte auch Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser an. Vor allem die energiesparenden Maßnahmen rechneten sich sehr schnell, so Konhäuser.


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