Kreisaltenheime: attraktiv und sozial wettbewerbsfähig bleiben

Kreisaltenheime: attraktiv und sozial wettbewerbsfähig bleiben
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19.06.10

SPD-Kreistagsfraktion im Gespräch mit Geschäftsführerin Monika Samar

 

Traunstein (sts). Mit dem Teilneubau des Trostberger Altenheims (Richtfest war letzte Woche) hat der Landkreis Traunstein ein deutliches Zeichen gesetzt: man will mit den Kreisaltenheimen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. In einem Gespräch mit der Geschäftsführerin der Kreisaltenheime, Monika Samar, unterstrich die SPD-Kreistagsfraktion, dass die Altenheime hierfür nicht nur attraktiv bleiben sollen, sondern dass im Hinblick auf die Personalsituation auch mit sozial gerechter Entlohnung gearbeitet werden soll.


Direkt im Anschluss an das Richtfest nahm sich Monika Samar Zeit, zusammen mit der SPD-Fraktion im Kreistag die aktuelle Situation bei den Kreisaltenheimen zu besprechen. Zur Frage der Entlohnung der Mitarbeiter wies die Kreisaltenheimgeschäftsführerin darauf hin, dass der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Kreisaltenheime auf der einen und die Gewährleistung einer attraktiven Mitarbeitervergütung auf der anderen Seite auch ihren Zielsetzungen entspreche.

 

Um die personelle Organisation zu verbessern, werde derzeit eine Hauswirtschaftleitung gesucht. Monika Samar wolle mit dieser Stelle die hauswirtschaftlichen Arbeiten in den Bereichen Reinigung und Wäscherei an zentraler Stelle koordinieren, und so mehr Effizienz und Struktur für die Organisation dieses Sachbereichs der Kreisaltenheime gewinnen. Die Geschäftsführerin ging auch auf die Situation der einzelnen Altenheime ein. So habe man in Palling mittlerweile ein neues ansprechendes Farbkonzept im Innenbereich umsetzen können. Dort sind die Wände und Türen nun in mit den Bewohnern abgestimmten aufhellenden Tönen gehalten. Die Belegung der 89 Plätze sei gut. Im Grabenstätter Haus wurde der Zugangsbereich durch eine Neupflasterung und eine elektrische Türöffnung behindertengerechter gestaltet. Ein neues Lichtkonzept im Speisesaal solle dort auch für ein helleres Ambiente sorgen. Am meisten bewegt sich aber zurzeit aufgrund der Baumaßnahmen im Trostberger Kreisaltenheim. Beim Richtfest wurde das Fertigstellen des Daches gefeiert. Man komme zügig voran und rechne mit einer Fertigstellung des Neubautrakts bis Weihnachten. Danach stünden Umzüge und weitere Bestandssanierungen an. Durch den Umbau wird neuer Raum gewonnen, der auch für den sogenannten „Antoniusgarten“ genutzt werden solle. Dieser speziell für die Bedürfnisse von Demenzkranken gestaltete Bereich soll dem Bewegungsdrang dieses Personenkreises Rechnung tragen (Alzheimer-Patienten legen bis zu sieben Kilometer am Tag zurück). Das Konzept sehe Sichtschutz vor, um die Privatsphäre der Personen zu wahren, biete ein transparentes klar definiertes Umfeld, das den Patienten führt und begleitet, so Monika Samar. Auf die Frage von Fraktionsvorsitzender Waltraud Wiesholer-Niederlöhner, ob gerade im Betreuungsangebot Demenzkranker Konkurrenz spürbar sei, entgegnete die Kreisaltenheimgeschäftsführerin, dass hier der Bedarf im Wettbewerbsumfeld erkannt werde, momentan aber die Auslastung bei den Kreisaltenheimen noch gut sei. Generell beobachte sie wachsam die Entwicklung auf dem Altenhilfesektor und wolle die Chancen, die sich ergeben, stets nutzen.


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