SPD: Alzchem-Mitarbeiter nicht alleine lassen
Kreistagsfraktion der SPD: „Menschen sind keine Ware“
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Traunstein (sts). Die ungewisse Zukunft um das Trostberger Traditionsunternehmen Alzchem beschäftigte auch die SPD im Kreistag. Vor allem die Art der Informationspolitik, die Ungewissheit der Arbeitnehmer und die bedrückende Situation nach dem Verkauf der Alzkraftwerke mahnte die SPD-Fraktion an. „Eigentum verpflichtet“, gab Landratsstellvertreter Sepp Konhäuser zu bedenken. Schließlich seien „Menschen keine Ware“, die beliebig gehandelt werden könne.
Seit Wochen dominieren die Vorgänge beim Trostberger Unternehmen Alzchem die Schlagzeilen der Lokalzeitung. Die Unruhe am Standort beschäftigte sogar die Financial Times Deutschland und die Report-Sendung „Quer“ im Bayerischen Rundfunk. Seit dem Verkauf der Alzkraftwerke durch den Finanzinvestor BluO (wir berichteten) scheint nichts mehr wie es war. Das „Herz“ sei dem Jahrhundertunternehmen an der Alz mit diesem Verkauf „rausgerissen“ worden, warnte der Trostberger Kreisrat Hans-Michael Weisky. Die 1300 Mitarbeiter am Standort stünden vor einer ungewissen Zukunft und würden nur unzureichend über die weiteren Pläne des Finanzinvestors informiert. Die SPD-Stadtratsfraktion habe bereits Kontakt mit den Betriebsräten aufgenommen, um sich Klarheit über die Situation zu verschaffen und Maßnahmenpläne zu erarbeiten. Verärgert zeigte sich Weisky darüber, dass die Grünen in Trostberg noch vor zwei Jahren „die Erweiterung der Alzchem in Trostberg in Frage gestellt“ hätten und nun in der Sendung „Quer“ für den Erhalt der Industrie am Standort eintreten.
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Auch Sepp Konhäuser fürchtete um die Zukunft eines der größten Arbeitgeber in der Region. „Eigentum verpflichtet“ auch Verantwortung zu tragen. Hier gehe es letztlich um Menschen und nicht um Ware, die beliebig gehandelt werden könne. Vor allem als Ausbildungsstandort habe sich die Alzchem einen Namen gemacht. Die Auszubildenden seien die Arbeitnehmer der Zukunft und verdienten besonderen Schutz. Es werde daher alles daran setzen, zusammen mit dem Landkreis und SPD-Mandatsträgern, Informationen zur konkreten Bedrohung zu erfassen und zeitnah Negativentwicklungen entgegen zu wirken. Auch Fraktionsvorsitzende Waltraud Wiesholer-Niederlöhner bekräftigt „zu hundert Prozent am Industriestandort Trostberg und seinen Mitarbeitern“ festzuhalten.
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