Landtagswahl 2008

Landtagswahl 2008
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20.06.10
(5365869a1e12f3704) Landtags- und Bezirkstagswahlen 2008

Politik für Menschen: bodenständig, bayerisch - sozialdemokratisch

Obing – Über seine Ziele für Bayern und die Region berichtete der Landtagskandidat Franz Gnadl bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung im Gasthaus „Zur Post“ in Obing. Der 49-Jährige kandidiert am 28. September für die SPD auf Listenplatz 2 27. Sein Motto lautet:

„Politik für Menschen: bodenständig, bayerisch - sozialdemokratisch“



„Politik in Bayern ist zu einem Thema geworden, das bei vielen Bürgern negative Emotionen auslöst“, sagte Gnadl eingangs. Durch Entscheidungen, denen es an Ehrlichkeit, Genauigkeit und gesundem Menschenverstand fehlt, hätten viele Menschen das Gefühl, dass die wichtigsten Probleme in Bayern überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden. Dadurch sei das Vertrauen in die Volksvertreter oft nachhaltig gestört; für den SPD-Landtagskandidaten eine gefährliche Entwicklung, da viele enttäuschte Wähler zu radikalen Gruppierungen in die linke oder rechte Richtung abwanderten. Dabei ist sich Gnadl sicher: „Es liegt an uns Politikern selbst, ob die Wähler Vertrauen und Glauben in unsere Arbeit haben. Wir müssen ihnen Tugenden wie Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Disziplin, Mäßigung und Fleiß vorleben, und diese Werte in sämtliche politische Entscheidungen einfließen lassen.“ Die Menschen in Bayern, ihre Grundsätze und Anliegen müssten das Herz der Politik sein - und nicht die Partei!

Ein klare Absage erteilte Gnadl, der aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Übersee stammt und im Falle seiner Wahl landwirtschaftlicher Sprecher der SPD-Fraktion wird, der Agro-Gentechnik. „Die Auswirkungen der genveränderten Pflanzen auf Menschen, Tiere und die Natur sind nicht kalkulierbar“, warnte er. Ein Nebeneinander von genveränderter und konventioneller Landwirtschaft gebe es nicht, denn seien die genveränderten Organismen erst einmal in der freien Natur, wären sie nie wieder rückholbar. „Statt mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu experimentieren, wäre es sinnvoller und gerechter, den Landwirten durch bessere Rahmenbedingungen ein rentables Einkommen zu sichern.“
Ein weiterer politischer Schwerpunkt Gnadls ist der Erhalt wohnortnaher Schulen. „Die Schule muss im Dorf bleiben. Unsere Kinder dürfen nicht kilometerweit mit Bussen zu zentralen Schulstandorten gefahren werden, während in den Kommunen die Schulen leer stehen. Das verursacht zusätzliche Kosten für die Beförderung der Kinder und den Unterhalt der leeren Gebäude; ganz abgesehen von den Buben und Mädchen, denen dadurch unter anderem die sozialen Kontakte in ihren Heimatgemeinden verloren gehen“, monierte er. Gnadl machte sich deshalb stark für eine Abkehr vom starren dreigliedrigen Schulsystem und dem damit verbundenen frühen Leistungsdruck hin zu individuellen Konzepten mit größerer Verantwortung für die Schulleitungen, Eltern und Kommunen: „Was gut für die Kinder ist, wissen doch die Verantwortlichen im Ort am besten und nicht die übergeordneten Behörden.“

Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Gnadl noch die Auswirkungen des bayerischen Wahlgesetzes, wodurch Landtagkandidaten der SPD in ländlichen Stimmbezirken stets das Nachsehen gegenüber Kandidaten aus Großstädten haben. „Deshalb schenken Sie mir am 28. September Ihr Vertrauen. Der ländliche südostbayerische Raum braucht wieder einen SPD-Landtagsabgeordneten“, schloss Gnadl, und verwies noch mal auf seinen Listenplatz 2 27.

Weitere Informationen über Franz Gnadl gibt es auch im Internet unter www.franz-gnadl.de oder unter Telefon 0700/0 227 0 227.
"Er ist ein Mann aus der Praxis, - der die Region und die Bedürfnisse dieser Region sehr gut kennt", sagt Franz Maget über Franz Gnadl (rechts, mit seinem "Wahlkampfmobil"). (Foto: Klaus Wagner)


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