Mit gebrauchten Briefmarken Arbeitsplätze sichern

Mit gebrauchten Briefmarken Arbeitsplätze sichern
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30.11.99

Behindertenwerkstätten Piding und Herzogsägmühle unterstützt

 

Tausende gestempelte Briefmarken, entweder noch auf dem Umschlag oder auch schon ausgeschnitten, sammelte auch im vergangenen Jahr wieder der AfA-Kreisvorsitzende Helmut Haigermoser aus Tacherting. Damit kann Menschen mit seelischer und schwerer psychischer Erkrankung in Schwerbehinderten-werkstätten eine Beschäftigung, ein Arbeitsplatz gesichert werden.

Auch in seiner Funktion als Schwerbehindertenvertrauensperson der Postbank Filialvertrieb und als Betriebsrat, mit Büro in München, ist Haigermoser inzwischen Anlaufstation für gestempelte Briefmarken aus ganz Bayern. Aber auch ganze Briefmarkensammlungen und Ersttagsbriefe wurden schon abgegeben. Drei große Kartons voller Marken wurden nun von Haigermoser den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe übergeben. Menschen, deren Leistungsfähigkeit teilweise enorm eingeschränkt ist, sortieren sie dann in Stöße mit entweder großen oder mit kleinen Marken, andere schneiden die Briefmarken von den Umschlägen, wieder andere sind in der Lage nach Motiven oder nach Ländern zu sortieren, oder sie in entsprechende Tüten für den Verkauf zu verpacken. Durch sachverständige Hilfe werden wertvollere Briefmarken ausgesondert und dem Verkauf zugeführt. Über den Verkauf fließt dann sogar noch Geld an die Behindertenwerksatt zurück, die, wegen immer weniger werdender Zuschüssen, dringend auch auf diese Einnahme angewiesen ist. Bekannt für den Briefmarkenverkauf ist besonders der Pidinger Weihnachtsmarkt, der aus diesem Grund sogar von Gästen aus ganz Deutschland besucht wird. Weitere drei große Kartons mit Briefmarken konnte der AfA-Kreisvorsitzende der Briefmarkenstelle des „Schwerbehindertendorfes“ Herzogsägmühle im Landkreis Weilheim übergeben.

In Herzogsägmühle waren anfangs nur 5 Schwerstbehinderte, auch nur zeitweise, mit den Briefmarken ausgelastet, zwischenzeitlich können nun 28 Personen dauernd in einer eigenen Briefmarkenabteilung beschäftigt werden.

Haigermoser Helmut: „ Auf einfachste Art könnte somit wirklich Jeder, nur mit dem Sammeln gebrauchter Briefmarken, für Beschäftigungsmöglichkeiten gesundheitlich schwer angeschlagener Menschen helfen und in zweiter Linie auch noch für dringend benötigte Einnahmen der Behindertenwerkstätten sorgen“.


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